Der pawlowsche Hund

Der Gedanke an Essen oder ein bestimmter Essensreiz löst einen erhöhten Speichelfluss aus. Diese Feststellung hatte Ivan Petrowitch Pawlow gemacht und für seine gesamten Feststellungen und Experimente sogar den Nobelpreis erhalten. Pawlow war ein russischer Arzt und Physiologe und 1936 in Leningrad geboren.

Empirische Verhaltensforschung

Speichelfluss durch Übergewicht und Schnarchen

Pawlow hatte eine Idee und war überzeugt, dass Verhalten auch auf Reflexen beruhen kann. Er nahm seine Tests an Hunden vor, die pawlowsche Hunde genannt wurden Pawlow ging es dabei um seine Lerntheorie, die besagt, dass ein bestimmter Reiz im Körper einen bestimmten Reflex auslöst. Mit Hunden versuchte er dies über das Futter zu enträtseln.

Hunde wurden so trainiert, dass bei einem bestimmten Summton eine Fütterung erfolgte. Die Hunde verbanden Summton und Futter miteinander und so löste schon allein der Summton einen erhöhten Speichelfluss aus, weil sie darauf eine Futtergabe erwarteten. Wurden andere Töne eingespielt, wie Klingeln, dann löste das bei den Hunden keinerlei Reaktion aus. (Quelle: 1)

Wurde dieser Reiz unterbrochen, indem nach dem Summton kein Futter folgte ließ der Speichelfluss nach. Doch er konnte umtrainiert werden. Folgte nach einem Klingelzeichen die Futtergabe, löste die beim Hund nach mehrmaliger Wiederholung einen Speichelfluss aus. Dieses Umtrainieren bezeichnet man als Konditionierung. So lösen bestimmte Reize wiederum andere Reiz aus.

Pawlow entdeckte diesen Placebo-Effekt

Pawlows Entdeckungen gingen noch weiter. Ein Hund bekam eine Morphiumspritze und musste sich dabei jedes mal übergeben. So entschied man sich lediglich eine harmlose Kochsalzlösung zu spritzen. Kaum wurde der Hund damit gespritzt, löste allein der Vorgang der Spritze wiederum das Übergeben des Hundes aus. Obwohl die Spritze ein Placebo (lat. <<ich werde gefallen>>) enthielt war die körperliche Auswirkung des Hundes dieselbe, weil es mit der Spritze in Verbindung stand. Die Spritze war der Reiz und dies löste eine Körperreaktion aus.

Körperkontrolle löst Ängste und Schmerzen

Solche Feststellungen konnte ich bei Menschen machen, die z.B. einen Unfall oder Sturz erlebten. Obwohl medizinisch Alles in Ordnung war, konnten Sie z.B. ihren Arm nicht schmerzfrei heben oder sie hatten Schmerzen in den Fingern. Jahrelange Krankengymnastik brachte keine oder nur sehr wenig Linderung. Die Schmerzen waren bei dem einen besser und bei einem anderen unverändert vorhanden.

Hier zeigte ich den Betroffenen Ihre Fehlhaltung und Fehlbewegung und machte mit ihnen schmerzfreie Übungen, die sie dann selbst ausführen konnten. Plötzlich war die Konditionierung verschwunden und sie konnten wieder schmerzfrei ihren Arm heben oder sich wieder schmerzfrei bewegen. Gerade bei Schmerzen erwartet man die Schmerz-Reaktion, weil man sie ja kennt und sie immer eingetroffen sind. Die kleinsten Veränderungen bemerken die Betroffenen gar nicht, stellen aber fest, dass irgend etwas anders sein muss. Bekommen Sie es selbst hin, dann wird auch kein Schmerz mehr erwartet. Tritt Schmerz auf, macht man einen Fehler. Diese Konditionierung dauert zwischen 1 bis 4 Wochen oder länger. Je nachdem wie lange die Schmerzen vorherrschen oder wie scher der Unfall war oder ob noch eine Operation eingetreten wurde. Hier ist Erfahrung und das nötige Know-how unbedingt erforderlich, denn sonst übt man nur ins Blaue hinein, ohne jegliche Verbesserung.

Bei Ängsten ist dies ähnlich. Ich habe die Feststellung gemacht, dass man auch über die Kontrolle seiner Körperreaktionen die Reize, beim Menschen in dem Falle, Ängste und Phobien, lösen kann.

Quelle:
(1) Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Pawlowscher_Hund

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